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TFK, The Flying Koteletts an der RhEMA in Altstätten, MO 26. April 2010

Ein Phänomen: The Flying Koteletts. Wie ist das möglich? TFK“ füllen an einem Montagabend das Appenzellerzelt an der RhEMA 2010 in Altstätten. Ralph Huber, Messeleiter, meint nach dem Konzert: Das Zelt fasst 5’000 Personen, es war bestimmt mit 4’500 Zuhörern gefüllt. Das restliche RhEMA-Areal war wie leergefegt, ein Rheintaler-Abend par excellance.

The Flying Kotelett“ spielen 4 Sets à 45 Minuten, ab 21 Uhr zu jeder vollen Stunde. Um 1 Uhr endet das Konzert mit „Major Tom“. Die Band, die alten Herren der Rheintaler Musikszene, die sich mit über 400 Konzerten in die Herzen der Rheintaler Konzertgänger gerockt haben,  verneigt sich zu einem berauschenden Gesöff aus heiseren Stimmen, rhythmischem Händeklatschen und hundertstimmigem Gesang. Es läuft einem kalt über den Rücken, wenn man die Wärme eines Konzerts von den Koteletts spürt.

Ruhe vor dem Sturm

Um 20.45 Uhr herrscht eine gespenstige Ruhe im Back-Stage-Bereich. Nichts lässt darauf schliessen, dass die fünf Herren im mittleren Alter (zwischen 41 und 51 Jahren) in wenigen Minuten das Zelt zum Kochen bringen werden. Konzentration und Vorbereitung auf die Show: Jeder der Koteletten“ bereitet sich auf seine Weise auf den Auftritt vor, einsingen, der letzte Toilettenbesuch, Fingerübungen, die Setliste studieren.

Dann eröffnen The Flying Koteletts den Konzertabend. Im Nu füllt sich der leere Raum vor der Bühne. Wobei einem der Grund für die anhaltende Beliebtheit von TFK auf Anhieb bewusst wird: Da rockt eine Band, die Freude am Spielen hat, die der stattlichen Zahl ihrer Konzerte zum Trotz mit Leidenschaft und Herzblut zur Sache geht authentisch und nah ist.

Ganz ihrer Tradition entsprechend, reihen die fünf fliegenden Koteletts Hit an Hit und packen das Publikum  bereits nach wenigen Minuten. Die handgemachte Musik mit Schlagzeug, Keyboard, zwei Gitarren und Bass begeistert Jung und Alt.

TFK an der Rhema 2010

Sänger Peter Giger

Ein besonderes Highlight ist sicher der Sänger Peter Giger, der mit Charme und stimmlicher Power jeden Zuhörer in seinen Bann zieht und das Publikum zum Kochen bringt. Kniet Peter Giger, augenzwinkernd und doch charismatisch, ganz so wie ein grosser Star, am vorderen Rand der Bühne nieder, um den Fans seine Hand entgegenzustrecken, sind die paar Reihen ganz zuvorderst aus dem Häuschen.

Wie ist es bloss möglich, dass die Blues Brothers als Vorgruppe von CCR, gefolgt von Krokus, AC DC und Status Quo auf ein und derselben Bühne losdonnern? Endlich tritt Polo zusammen mit Jagger auf und gibt das Mikrophon gleich an Robbie Williams weiter! Der enormen Spielfreude kann sich auch das Publikum nicht entziehen. „TFK“ schwitzt und rockt. Die fünf Musiker bestechen durch die Nähe zum Publikum, ihrem Spielwitz, ihrer Spontanität sowie musikalischen Reife.

Mundharmonika zum Blues

Roger Wild folgt einer spontanen Einladung und ist bei „Sweet Home Chicago“ mit dem bluesigen Klang seiner Mundharmonika mit dabei. Der Altstätter macht im lebendig inszenierten Zwiegespräch mit Peter Giger’s Gitarrensolo eine bestechende Figur.

TFK ohne Strom

Im zweiten Set überrascht die Band mit 4 Songs ohne Strom. In einer Reihe stehend mit 2 Akustik-Gitarren, Kontrabass, Handorgel und Stehschlagzeug verzücken TFK das Publikum mit den Songs Billy Jean, Boat on the River, Heroes und Roaslie. So kann eine moderne Stegreif-Kappelle aussehen und tönen.

The Flying Koteletts, deren Understatement und Nähe zum Publikum den Höhenflug der Band und die Hochstimmung während Konzerten gewiss begünstigen, sind Peter Giger (Gesang, Gitarre), Thomas Lüchinger (Bass), Jürg Weder (Gitarre), Christian Petrollini (Keyboard) und Markus Tinner (Schlagzeug). Seit 1993 Jahren begeistern sie die Ostschweiz. In über 17 Jahren live on Stage ist die Band erstaunlich gereift, ohne sich in Perfektionismus zu verlieren und haben ihren Sound verfeinert und dabei voll und ganz jene Kraft bewahrt, die ihre Konzerte nach wie vor zu einem besonderen Erlebnis machen.

The Flying Koteletts spielen seit 1996 am Montagabend an der RhEMA. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Wirkung die fünfköpfige Band mit ihren Rock-Coverversionen hat: ein tobendes Publikum von Anfang bis zum Schluss.

www.tfk.ch

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